Leben mit dem sechsten Sinn

Wie halte ich all diese Wahrnehmungen bloss aus?


Wenn der sechste Sinn erwacht, kann es einen ziemlich durchbeuteln.

Vorher hat man sich vielleicht gewünscht, mehr wahrnehmen zu können und plötzlich wird der Wunsch wahr und man wird von Wahrnehmungen geradezu überschwemmt.

In anderen Fällen hat man sich vielleicht gar nicht für solch einen Schabernack interessiert und dennoch träumt man plötzlich Dinge, die kurz darauf Realität werden. Man weiss, was seine Freunde denken und spürt, was andere spüren.

Egal, wie die Vorgeschichte ist:

Es kann ziemlich belastend sein, wenn man in den Supermarkt geht, und die Nöte eines jeden Kunden spürt, weiss, wie unglücklich sie in ihren Beziehungen sind, ihre Existenzängste spürt, ihre Minderwertigkeitskomplexe, ihre Ängste.

Das kann dazu führen, dass man panikerfüllt aus dem Supermarkt rennt.

Die Folge kann sein, dass man Menschenansammlungen fürchtet, weil man unter vielen Menschen von Gefühlen nur so überschwemmt wird.

Sogar eine normale Arbeitsbesprechung im Team kann zur Qual werden.


Zu schnelles Erwachen

Wenn der sechste Sinn zu schnell erwacht, kann das gesamte Alltagsleben durcheinander geraten.

Wenn man Pech hat, fällt man in Depression oder steigert sich in eine Psychose hinein.

Es reicht aber auch schon, wenn man "ganz normal" den Boden unter den Füssen verliert.

In schlimmen Fällen braucht man ärztliche Hilfe.

In leichten Fällen reicht es, auf die Bremse zu treten und zu lernen, sich zu erden.


Massnahmen zur Stabilisierung

Übersinnliche Wahrnungen im Übermass, sodass man sie kaum verkraften kann, treten oft auf, wenn man unter einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel leidet.

Daher gilt es (unter anderem), den Blutzuckerspiegel wieder zu stabilisieren.

Folgende Massnahmen können helfen:

  • Ausreichend und regelmässig essen
  • Ausreichend und regelmässig schlafen
  • Leichte Bewegung an der frischen Luft
Beim Essen sollte eine ausgewogene Mischung von Kohlenhydraten, Fetten, Eiweissen und vitaminreichen Gemüsen gegessen werden. Eine gute Mahlzeit verleiht die nötige "Erdung", um sich wieder stabiler zu fühlen.

Der Schlaf sollte am besten nachts stattfinden und in einem ruhigen Zimmer.

Bei der Bewegung sollte man darauf achten, dass man sich nicht zu sehr verausgabt. Auch wenn sich ein "Runners High" sehr gut anfühlt, ist das etwas, was man gar nicht gebrauchen kann, wenn man durch ein Übermass an übersinnlichen Wahrnehmungen aus dem Gleichgewicht geraten ist.


Erdung durch Bäume

Ausser regelmässigen Mahlzeiten und viel Schlaf kann es helfen, in der Natur Erdung zu finden.

Mach einen Spaziergang und such dir einen Baum, der dir besonders gut gefällt.

Setz dich an den Baum und lehn dich an seine Rinde.

Oder umarme den Baum.

Spür, wie der Baum tief in der Erde wurzelt.

Spür seine Beständigkeit und seine Langlebigkeit.

Spür seine Stabilität.

Erdung durch Felsen

Auch Felsen können helfen, mehr Kontakt zur Erde zu bekommen und dadurch an Stabilität zu gewinnen.

Setz dich an oder auf einen Felsen.

Spür die Zeitlosigkeit des Felsens.

Fühl, wie sich der Energiefluss deines Körpers durch deine Beine in die Erde ergiesst und seine Spannungen abgibt.

Fühl, wie die Erde dir ihre nährende Kraft zurückgibt, wie sie durch deine Beine in die Erde fliesst.


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